Komponist: Franz Schubert (1797-1828) Textdichter: Matthäus von Collin (1779-1824)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Mittwoch, 16. Juli 2008 - Berlin



Liedtext

heutige Schreibweise

Heil'ge Nacht, du sinkest nieder;
Nieder wallen auch die Träume,
Wie dein [Licht]1 durch [diese Bäume]2,
[Lieblich durch der Menschen]3 Brust;
Die belauschen sie mit Lust,
Rufen, wenn der Tag erwacht:
Kehre wieder [heil'ge]4 Nacht,
Holde Träume kehret wieder.

1 Schubert: "Mondlicht"
2 Schubert: "die Räume"
3 Schubert: "Durch der Menschen stille"
4 Schubert: "holde"

Quelle(n) & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: 1823

Veröffentlichung (angezeigt): 25. Juli 1825

Originaltonart: H-Dur

Liedform: durchkomponiert

Besonderheiten:

Zum Text

Textbild
Matthäus von Collin

Das Gedicht erschien 1814 im Musen-Almanach, herausgegeben von Johann Erichson, Verlag Carl Gerold, Wien. Es steht auf Seite Seite 244. 5
Die Originalfassung des Gedichtes lautet:

Nacht und Träume

Nacht! Verschwiegne, sankst du nieder?
Nieder durch die dunklen Räume
Wallen heimlich jetzt die Träume
In der Menschen stille Brust,
Die belauschen sie mit Lust;
Rufen, wenn der Tag erwacht:
Kehre wieder heil'ge Nacht!
Holde Träume, kehret wieder.
Matthäus v. Collin.

Die Version, die Schubert vertonte, ist erst in einem posthum erschienenen Nachdruck der Gedichte Collins veröffentlicht worden. Auch diese Veröffentlichung ist als Digitalisat online verfügbar. Das Gedicht trägt dort den Titel Nachtfeyer und steht auf Seite 149. 6

Zur Musik

Schubert erhielt die Textvorlage zu seiner Komposition vermutlich als Manuskript.
Matthäus von Collin war mit dem 18 Jahre jüngeren Schubert durch Joseph v. Spaun in Kontakt gekommen.
Schubert vertonte 5 seiner Gedichte.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Die Erstveröffentlichung besorgte A. Pennauer, Wien, NV 136 als op. 43 7

Die junge Nonne D 828 Gedicht von Craigher
Nacht und Träume D 827 Gedicht von Fr. Schiller (sic!)

in Musik gesetzt für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte von Franz Schubert.

Deckblatt op 43

Aus der amtlichen Wiener Zeitung vom 25. Juli 1825: 8

 Wiener Zeitung 1825 07 25


Quelle(n)

5 Österreichische Nationalbibliothek - Digitalisierte Sammlungen, Musen-Almanach für das Jahr 1814, Erichson, Johann, Verlag Gerold Wien, S.244, Sig. SH.Varia.129

6 Österreichische Nationalbibliothek - Digitalisierte Sammlungen, Matthäus Edlen von Collin's Nachgelassene Gedichte mit einem biographischen Vorworte von Joseph von Hammer, Verlag Carl Gerold, Wien 1827, Band 1, S. 149, Sig. 60.N.41

7 Österreichische Nationalbibliothek - Digitalisierte Sammlungen, A. Pennauer, Wien, 1825 Erstdruck op. 43, Sig. SH.Schubert.199

8 Österreichische Nationalbibliothek, Digitalisierte Sammlungen, ANNO, Österreichisch-kaiserliche privilegierte Wiener Zeitung Jhg. 1825, Ausgabe vom 25. Juli, Seite 3

Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.522


Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 08, Nr. 470

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 02

Friedländer Bd. II » 097

Bärenreiter Urtext II » 68

Originalversion des Liedes

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