Komponist: Franz Schubert (1797-1828) Textdichter: Johann Chrysostomus Senn (1795-1857)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Dienstag, 13. Januar 2009 - Berlin

Liedtext

heutige Schreibweise

"Wie klag' ich's aus 
das Sterbegefühl,
Das auflösend
durch die Glieder rinnt?

Wie sing' ich's aus
das Werdegefühl,
Das erlösend
dich, o Geist, anweht?"

[Es klagt', es]1.1 sang
Vernichtungsbang,
Verklärungsfroh,
Bis das Leben floh.

Das [ist]1.2 des Schwanen Gesang!

1.1 Schubert: Es klagt', es
1.2 Schubert: bedeutet

Zum Text

Johann Chrysostomus Senn veröffentlichte sein Gedicht Schwanenlied 1838 in Gedichte von Johann Senn in Innsbruck, in der Wagner'schen Buchhandlung.

▪ Digitalisat in der Österreichischen Nationalbibliothek, S. 15

Am Ende des Gedichtes steht im Gedichtband ein Hinweis auf die Komposition Schuberts.

In Musik gesetzt von Fr. Schubert.
Textbild
Johann Senn
Zeitgenössische Zeichnung (vor 1857)

Zur Musik

komponiert: 1822

Veröffentlichung (angezeigt): 04. August 1823

Originaltonart: As-Dur

Liedform: durchkomponiert

Besonderheiten:

Johann Senn und Franz Schubert waren miteinander befreundet. Gemeinsam mit Johann MayrhoferFranz von Bruchmann,  Leopold Kupelwieser und Ernst von Feuchtersleben bildeten Sie einen Freundeskreis, der versteckt und manchmal auch offen "renommierte" und damit "die Aufmerksamkeit der geheimen Polizei erregte". Man unterstellte Senn Kritik am Regime Metternichs. Er wurde 1820 aufgrund seiner revolutionären Ideen eingesperrt und danach nach Tirol abgeschoben. Durch den plötzlichen Tod Schuberts zerfiel die Gruppe der Freunde.

Schubert vertonte 1822 Schwanengesang D 744 und Selige Welt D 743 von Senn. Die Gedichte erhielt er von seinem Freund als Autograph.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Das Autograph liegt in der Staatsbibliothek zu Berlin Preussischer Kulturbesitz. Es kann online recherchiert werden.

Die Erstveröffentlichung der Zweiten Fassung besorgte Sauer & Leidesdorf, Wien als op. 23 4.1

Die Liebe hat gelogen D 751
Die selige Welt D 743
Schwanengesang D 744
Schatzgräbers Begehr D 761

Vier Gedichte in Musick(sic!) gesetzt für eine Singstimme mit Begleitung des Piano Forte von Franz Schubert.

Aus der amtlichen Wiener Zeitung vom 04. August 1823 4.2

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 07, Nr. 407

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 02

Friedländer Bd. IV » 021

Bärenreiter Urtext I » 138

Link zum Manuskript
schubertmanu

Erstdruck

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Originalversion des Liedes

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Quelle(n)

3.1 Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Band: 34 (1877)

4.1 Österreichische Nationalbibliothek - Digitalisierte Sammlungen, Erstdruck op. 23, Wien, Sign: SH.Schubert.103

4.2 Österreichische Nationalbibliothek - ANNO, Digitalisierte historische Zeitungen und Zeitschriften, Wiener Zeitung, Jhg. 1823, Ausgabe vom 04.08.

Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.448

Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Schwanengesang.pdf

Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net

Geschrieben von: Peter Schöne

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