Komponist: Franz Schubert (1797-1828) Textdichter: Friedrich von Schlegel (1872-1829)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Olga Monakh - Piano
Aufnahme: Mittwoch, 24. August 2011 - Berlin

Liedtext

Windes Rauschen, Gottes Flügel,
Tief in kühler Waldesnacht!
Wie der Held in Rosses Bügel,
Schwingt sich des Gedankens Macht.
Wie die alten Tannen sausen,
Hört man Geisteswogen brausen.

Herrlich ist der Flamme Leuchten
In des Morgenglanzes Rot,
Oder die das Feld befeuchten,
Blitze, schwanger oft von Tod.
Rasch die Flamme zuckt und lodert,
Wie zu Gott hinaufgefodert.

Ewig's Rauschen sanfter Quellen
Zaubert Blumen aus dem Schmerz,
Trauer doch in linden Wellen
Schlägt uns lockend an das Herz;
Fernab hin der Geist gezogen,
Die uns locken, durch die Wogen.

Drang des Lebens aus der Hülle,
Kampf der starken Triebe wild
Wird zur schönsten Liebesfülle,
Durch des Geistes Hauch gestillt.
Schöpferischer Lüfte Wehen
Fühlt man durch die Seele gehen.

Windes Rauschen, Gottes Flügel,
Tief in dunkler Waldesnacht!
Freigegeben alle Zügel,
Schwingt sich des Gedankens Macht,
Hört in Lüften ohne Grausen
Den Gesang der Geister brausen.

Windes Rauschen, Gottes Flügel,
Tief in kühler Waldesnacht;
Wie der Held in Rosses Bügel,
Schwingt sich des Gedankens Macht.
Wie die alten Tannen sausen,
Hört man Geistes Wogen brausen.

Herrlich ist der Flamme Leuchten
In des Morgenglanzes Roth,
Oder die das Feld befeuchten,
Blitze, schwanger oft von Tod.
Rasch die Flamme zuckt und lodert,
Wie zu Gott hinaufgefodert.

Ewigs Rauschen sanfter Quellen
Zaubert Blumen aus dem Schmerz,
Trauer doch in linden Wellen
Schlägt uns lokkend an das Herz;
Fernab hin der Geist gezogen,
Die uns lokken, durch die Wogen.

Drang des Lebens aus der Hülle,
Kampf der starken Triebe wild,
Wird zur schönsten Liebesfülle,
Durch des Geistes Hauch gestillt.
Schöpferischer Lüfte Wehen
Fühlt man durch die Seele gehen.

Windes Rauschen, Gottes Flügel,
Tief in dunkler Waldesnacht,
Frei gegeben alle Zügel
Schwingt sich des Gedankens Macht,
Hört in Lüften ohne Grausen
Den Gesang der Geister brausen.

Windesrauschen, Gottes-Flügel,
Tief in kühler Waldesnacht;
Wie der Held in Rosses Bügel,
Schwingt sich des Gedankens Macht.
Wie die alten Tannen sausen,
Hört man Geisteswogen brausen.

Herrlich ist der Flamme Leuchten
In des Morgenglanzes Thau,
Oder die das Feld befeuchten,
Blitze schwanger oft vom Tod.
Rasch die Flamme zuckt und lodert,
Wie zu Gott hinaufgefodert.

Ewig's Rauschen sanfter Quellen
Zaubert Blumen aus dem Schmerz,
Trauer doch in linden Tönen
Schlägt uns lockend an das Herz;
Fernab hin der Geist gezogen,
Die uns locken, durch die Wogen.

Drang des Lebens aus der Hülle,
Kampf der starken Triebe wild,
Wird zur schönsten Liebensfülle,
Durch des Geistes Hauch gestillt.
Schöpferischer Lüfte Wehen
Fühlt man durch die Seele gehen.

Windesrauschen, Gottes-Flügel,
Tief in kühler Waldesnacht,
Freygegeben alle Zügel
Schwingt sich des Gedankens Macht,
Hört in Lüften ohne Grausen
Den Gesang der Geister brausen.

Zum Text

Friedrich von Schlegels Gedicht erschien 1807 in Dichter-Garten. Erster Gang. Violen. Herausgegeben von Rostorf. Würzburg, bei Joseph Stahel

Digitalisat auf bei der Bayerischen Staatsbibliothek S. 3f.

Weitere Ausgabe:

Friedrich Schlegel's sämmtliche Werke. Erster Band. Gedichte. Berlin, bei Julius Eduard Hitzig, 1809, Seite 292f.

Textbild
Friedrich Schlegel 1801
Franz Gareis

Zur Musik

komponiert: Dezember 1820

Veröffentlichung (angezeigt): 12. März 1832

Originaltonart: E-Dur

Liedform: A-B-A'

Besonderheiten:

Schubert vertonte 16 Gedichte von Schlegel. Die frühesten Kompositionen entstanden 1818, die letzte sieben Jahre später 1825.

Weitere Schlegel-Aufnahmen auf dieser Webseite

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Die Erstveröffentlichung besorgte Ant. Diabelli und Comp. als Nachlass 16. 4.1

Waldesnacht D 708
Gedicht von Fr. Schlegel.
In Musik gesetzt für eine Singstimme mit Pianoforte Begleitung von Franz Schubert.

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 06, Nr. 388

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 12

Erstdruck

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Originalversion des Liedes

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Quelle(n)

4.1 Österreichische Nationalbibliothek - Digitalisierte Sammlungen, Franz Schubert's nachgelassene musikalische Dichtungen für Gesang und Pianoforte. VN 4016 Erstdruck, Sig. SH.Schubert.537

Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.416

Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Waldesnacht (Im Walde).pdf

Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net

Geschrieben von: Peter Schöne

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