Komponist: Franz Schubert (1797-1828) Textdichter: Friedrich von Schlegel (1872-1829)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Olga Monakh - Piano
Aufnahme: Mittwoch, 15. Mai 2013 - Berlin

Liedtext

Wie lieblich und fröhlich,
Zu schweben, zu singen,
Von glänzender Höhe
Zur Erde zu blicken!

Die Menschen sind töricht,
Sie können nicht fliegen.
Sie jammern in Nöten,
Wir flattern gen Himmel.

Der Jäger will töten,
Dem Früchte wir pickten;
Wir müssen ihn höhnen,
Und Beute gewinnen.

Wie lieblich und fröhlich,
Zu schweben, zu singen,
Von glänzender Höhe
Zur Erde zu blicken!

Die Menschen sind thöricht,
Sie können nicht zwitschern.
Sie jammern in Nöthen,
Wir flattern gen Himmel.

Der Jäger will tödten,
Dem Früchte wir pickten;
Wir müssen ihn höhnen,
Und Beute gewinnen.

Wie lieblich und fröhlich,
Zu schweben, zu singen,
In glänzender Höhe
Zur Erde zu blicken!

Die Menschen sind thöricht,
Sie können nicht fliegen.
Sie jammern in Nöthen,
Wir flattern gen Himmel.

Der Jäger will tödten,
Dem Früchte wir pikten;
Wir müssen ihn höhnen,
Und Beute gewinnen.

Autograph und Erstdruck

Zum Text

Friedrich von Schlegels Gedicht erschien 1802 im Musen-Almanach für das Jahr 1802. Herausgegeben von August Wilhelm Schlegel und Ludwig Tieck in der Cotta’schen Buchhandlung Tübingen.

Das Gedicht steht im ersten Teil der 2 x 10 Gedichte und 2 Prologe umfassenden Sammlung Abendröte.

Digitalisat auf books.google.com Seite 135

Weitere Ausgabe:

Friedrich Schlegel's sämmtliche Werke. Erster Band. Gedichte. Berlin, bei Julius Eduard Hitzig, 1809, Seite 14.

Textbild
Friedrich Schlegel 1801
Franz Gareis

Zur Musik

komponiert: März 1820

Veröffentlichung (angezeigt): 02. Dezember 1865

Originaltonart: A-Dur

Liedform: A-B-A'

Besonderheiten:

Schubert vertonte 16 Gedichte von Schlegel. Die frühesten Kompositionen entstanden 1818, die letzte sieben Jahre später 1825. 11 Vertonungen sind Gedichte aus der Sammlung Abendröte, die zyklischen Charakter haben, auch wenn es keine eigentliche Handlung gibt. 3.1
Schlegel stellt den beiden Teilen seiner Sammlung Abendröte jeweils ein Motto voraus. Diese beiden Gedichte tragen keinen eigenen Titel. Schubert wählte für die Vertonung des Gedichts Tiefer sinket schon die Sonne die Überschrift des schlegelschen Zyklus - Abendröte.
Dies mag ein weiterer Hinweis darauf sein, dass Schubert hier zyklisch dachte.

Erster Teil
[Tiefer sinket schon die Sonne] D 690
Die Berge D 634
Die Vögel D 691
Der Knabe D 692
Der Fluß D 693
Der Hirt
Die Rose D 745
Der Schmetterling D 633
Die Sonne
Die Lüfte
Der Dichter

Zweiter Teil
[Als die Sonne nun versunken]
Der Wanderer D 649
Der Mond
Zwei Nachtigallen
Das Mädchen D 652
Der Wasserfall
Die Blumen
Der Sänger
Die Sterne D 684
Die Gebüsche D 646
Der Dichter

Weitere Schlegel-Aufnahmen auf dieser Webseite

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Digitalisat des Manuskripts in der Wienbibliothek im Rathaus

Die Erstveröffentlichung besorgte Carl Anton Spina als Nachlass op. 172 VN 16784 4.1

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 06, Nr. 373

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 12

Friedländer Bd. VI » 104

Link zum Manuskript
schubertmanu

Originalversion des Liedes

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Quelle(n)

3.1 Kramer, Richard: Distant Cycles: Schubert and the Conceiving of Song, Verlag University of Chicago Press, 1994, ISBN 0226452336, 241 Seiten - S. 196f.

4.1 Österreichische Nationalbibliothek, Digitalisierte Sammlungen Schubert, Franz Op. 172. Aus dem Nachlasse. Wien: C. A. Spina, Sig.: SA.87.B.172

Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.405

Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Die Vögel.pdf

Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net

Geschrieben von: Peter Schöne

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