Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Friedrich von Schlegel (1872-1829)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Olga Monakh - Piano
Aufnahme: Mittwoch, 15. Mai 2013 - Berlin



heutige Schreibweise

Es wehet kühl und leise
  Die Luft durch dunkle Auen,
Und nur der Himmel lächelt
  Aus tausend hellen Augen.
Es regt nur eine Seele
  Sich in des Meeres Brausen,
Und in den leisen Worten,
  Die durch die Blätter rauschen.
So tönt in Welle Welle,
  Wo Geister heimlich trauren;
So folgen Worte Worten,
  Wo Geister Leben hauchen.
Durch alle Töne tönet
  Im bunten Erdentraume
Ein, nur ein leiser Ton gezogen,
  Für den, der heimlich lauschet.

historische Schreibweise

Es wehet kühl und leise
  Die Luft durch dunkle Auen,
Und nur der Himmel lächelt
  Aus tausend hellen Augen.
Es regt nur Eine Seele
  Sich in der Meere Brausen,
Und in den leisen Worten,
  Die durch die Blätter rauschen.
So tönt in Welle Welle,
  Wo Geister heimlich trauren;
So folgen Worte Worten,
  Wo Geister Leben hauchen.
Durch alle Töne tönet
  Im bunten Erdentraume
Ein leiser Ton gezogen,
  Für den, der heimlich lauschet.

historische Schreibweise

Es wehet kühl und leise
  Die Luft durch dunkle Auen,
Und nur der Himmel lächelt
  Aus tausend hellen Augen.
Es regt nur eine Seele
  Sich in des Meeres Brausen,
Und in den leisen Worten,
  Die durch die Blätter rauschen.
So tönt in Welle Welle,
  Wo Geister heimlich trauren;
So folgen Worte Worten,
  Wo Geister Leben hauchen.
Durch alle Töne tönet
  Im bunten Erdentraume
Ein, nur ein leiser Ton gezogen,
  Für den, der heimlich lauschet.

Quelle(n) & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: Januar 1819

Veröffentlichung (angezeigt): 1885

Originaltonart: G-Dur

Liedform: durchkomponiert

Besonderheiten:

Zum Text

Textbild
Friedrich Schlegel 1801
Franz Gareis

Friedrich von Schlegels Gedicht erschien 1802 im Musen-Almanach für das Jahr 1802. Herausgegeben von August Wilhelm Schlegel und Ludwig Tieck in der Cotta’schen Buchhandlung Tübingen.

Das Gedicht steht im zweiten Teil der 2 x 10 Gedichte und 2 Prologe umfassenden Sammlung Abendröte.

Digitalisat auf books.google.com Seite 156

Weitere Ausgabe:

Friedrich Schlegel's sämmtliche Werke. Erster Band. Gedichte. Berlin, bei Julius Eduard Hitzig, 1809, Seite 33.

Zur Musik

Schubert vertonte 16 Gedichte von Schlegel. Die frühesten Kompositionen entstanden 1818, die letzte sieben Jahre später 1825. 11 Vertonungen sind Gedichte aus der Sammlung Abendröte, die zyklischen Charakter haben, auch wenn es keine eigentliche Handlung gibt. 3.1
Schlegel stellt den beiden Teilen seiner Sammlung Abendröte jeweils ein Motto voraus. Diese beiden Gedichte tragen keinen eigenen Titel. Schubert wählte für die Vertonung des ersten Mottos Tiefer sinket schon die Sonne die Überschrift des schlegelschen Zyklus - Abendröte. Dies ist ein weiterer Hinweis darauf, dass Schubert hier zyklisch dachte.

Weitere Schlegel-Aufnahmen auf dieser Webseite

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Die Erstveröffentlichung besorgte Max Friedländer in seiner bei C.F.Peters 1885 herausgegebenen Ausgabe der Lieder Schuberts in Band VII Nr. 1. 4.1


Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 06, Nr. 350

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 12

Friedländer Bd. VII » 001

Erstdruck

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Originalversion des Liedes

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Quelle imslp.org o.a.: Die Gebüsche.pdf