Komponist: Franz Schubert (1797-1828)
Textdichter: Matthias Claudius (1740-1815)

Wir empfehlen Ihnen, die Lieder mit einem Kopfhörer anzuhören!

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Samstag, 18. Juli 2009 - Erfurt



Liedtext

Daß ich dich verloren habe,
Daß du nicht mehr bist,
Ach! daß hier in diesem Grabe
Mein Anselmo ist,
Das ist mein Schmerz! das ist mein Schmerz!!! -
Seht, [wir liebten uns, wir]1 beide,
Und, so lang' ich bin, kommt Freude
Niemals wieder in mein Herz.

1 Schubert: "wie liebten wir uns"

Quelle(n) & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: 4. November 1816

Veröffentlichung (angezeigt): 21. April 1821

Originaltonart: es-Moll

Liedform: A-B-A'

Besonderheiten:

Zum Text

Textbild
Wandsbecker Bothe

Matthias Claudius veröffentlichte das Gedicht in der Zeitschrift Der Deutsche, sonst Wandsbecker Bothe am Mittwoch, den 1. September 1773 unter dem Titel Bey dem Grabe Anselmo's. Der Erstdruck dieser Veröffentlichung kann online recherchiert werden.2

Zur Musik

Schubert schrieb das Lied im Alter von 19 Jahren.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Das Lied existiert in zwei Fassungen, die sich nur geringfügig unterscheiden. Die zweite Fassung finden Sie hier:
Am Grabe Anselmos - zweite FassungDas Autograph der zweiten Fassung findet sich im Liederalbum der Therese Grob mit der Überschrift Am Grabe Anselmos. Der 17jährige Schubert verehrte die ein Jahr jüngere Therese, die in der Uraufführung seiner ersten Messe in F so schön den Solo-Sopran sang. So gelangten einige seiner Lieder in ihr Liederalbum. Pater Reinhard van Hoorickx erstellte 1969 ein Facsimile, welches sich in Kopie in verschiedenen Bibliotheken finden lässt.

Die Veröffentlichung der ersten Fassung besorgte Cappi und Diabelli angezeigt am 23. August 1821
Memnon D 541
Antigone und Oedip D 542
und Am Grabe Anselmo's D 504

Die Veröffentlichung der zweiten Fassung geschah im Rahmen der NGA 1970.

Der Erstdruck liegt als Digitalisat in der Österreichischen Nationalbibliothek vor:3

Deckblatt op.06

Aus der amtlichen "Wiener Zeitung" vom 23. August 1821 - Seite 4:4

Wiener Zeitung 23.08.1821

Bei Cappi und Diabelli,
Kunst- und Musikalienhändler, am Graben Nr. 1133,
ist neu erschienen und zu haben:
Memnon, Antigone und Oedip
von J. Mayrhofer;
und:
Am Grabe Anselmos,
von Claudius.
Für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte, in Musik
gesetzt, und dem wohlgeborenen
Herrn Michael Vogl,
Mitglied und Regisseur des k.k. Hofoperntheaters, hochachtungsvoll
gewidmet von Franz Schubert
6tes Werk. Preis: 1 fl. 30 kr W.W.

Dieses Heft reiht sich würdig an die vorhergehenden an. Es durfte dem geschätzten Regisseur und Sänger des k.k. Hofoperntheaters, Hrn. Mich. Vogl gewidmet werden, dessen Lieblingsgesänge hier zusammengestellt sind. Dieser Umstand verbürgt die Trefflichkeit derselben.

Eine spätere Auflage (die vierte Ausgabe) dieses Heftes ist mit einer gestochenen Vignette nach Leopold Kupelwiesers Tuschzeichnung zum Liede "Am Grabe Anselmos" geschmückt.

Deckblatt op.06 Kupelwieser


Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 04, Nr. 275

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 01

Friedländer Bd. II » 14 »

Bärenreiter Urtext 1 » 46

Erstdruck

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Originalversion des Liedes

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Quelle imslp.org o.a.: Am Grabe Anselmos - Erste Fassung.pdf