Komponist: Franz Schubert (1797-1828) Textdichter: Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Boris Cepeda - Piano
Aufnahme: Sonntag, 19. Juli 2009 - Erfurt

Liedtext

Cidli, du weinest, und ich schlummre sicher,
Wo im Sande der Weg verzogen fortschleicht;
Auch wenn stille Nacht ihn umschattend decket,
Schlummr' ich ihn sicher.

Wo er sich endet, wo ein Strom das Meer wird
Gleit ich über den Strom, der sanfter aufschwillt;
Denn der mich begleitet, der Gott gebot's ihm.
Weine nicht, Cidli!

Cidli, du weinest, und ich schlummre sicher,
Wo im Sande der Weg verzogen fortschleicht;
  Auch wenn stille Nacht ihn umschattend decket,
    Schlummr' ich ihn sicher.

Wo er sich endet, wo ein Strom das Meer wird
Gleit' ich über den Strom, der sanfter aufschwillt;
  Denn, der mich begleitet, der Gott gebots ihm!
    Weine nicht, Cidli.

Zum Text

Klopstock schrieb seine Ode An Cidli im Jahr 1753 im Alter von 29 Jahren. "Cidli" war der Kosename für seine Frau Margarethe "Meta" Moller, die er ein Jahr später heiratete.

Sie wurde 1784 von Johann Thomas Edlen von Trattnern in Wien veröffentlicht.

Auf Seite 163 kann man sie als Digitalisat online studieren.

Weitere Veröffentichung

Klopstocks Werke. Leipzig: bey Georg Joachim Göschen 1798. S.131 2.1

Textbild
Portrait of Friedrich Gottlieb Klopstock
etwa 1779
Jens Jørgensen Juel

Zur Musik

komponiert: 12. September 1815

Veröffentlichung (angezeigt): 1885

Originaltonart: As-Dur

Liedform: Strophenlied

Besonderheiten:

Klopstock gilt als Erneuerer der deutschen Sprache und als Erschaffer neuer Versformen. Viele Komponisten haben Verse von ihm vertont. Dabei stellt Klopstock durch sein oftmals ungewöhnliches Versmaß auch ungewöhnliche Anforderungen an die Komponisten. In ihrem 2016 erschienenen, musikwissenschaftlichen Artikel geht Hanna Zühlke auf diese Besonderheit ein. 3.1

Franz Schubert vertonte insgesamt 16 Texte von Klopstock. Manche Stücke sind für Chor, die meisten jedoch sind Lieder. Zählt man alle Fassungen zusammen kommt man auf insgesamt 21 Klopstock-Vertonungen, die uns heute von Schubert vorliegen. 

18 Jahre alt war er, als er dieses Lied schrieb.

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Das Manuskript der ersten Fassung findet sich in der BIBLIOTHÈQUE NATIONALE DE FRANCE, Paris.

Digitalisat online

Die Veröffentlichung der ersten Fassung besorgte Eusebius Mandyczewski im Rahmen der Alten Gesamtausgabe 1895 Serie XX, Bd. 3 Nr. 165.

Die Veröffentlichung der hier eingespielten zweiten Fassung besorgte Max Friedländer 1885 als Nr. 10 in Band VII seiner nachgelassenen (bisher ungedruckten) Liedern für eine Singstimme mit Pianofortebegleitung von Franz Schubert.

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 03, Nr. 138

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 09

Friedländer Bd. VII » 024

Link zum Manuskript
schubertmanu

Erstdruck

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Originalversion des Liedes

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Quelle(n)

2.1 Klopstock, Friedrich Gottlieb, Oden, Verlag Georg Joachim Göschen, Leipzig, 1798, digitalisiert durch Google

3.1 Hanna Zühlke, Verfahren der Versvertonung in Klopstock-Liedern des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, Schott-Music GmbH, Mainz, 2016

Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.175

Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Furcht der Geliebten - Zweite Fassung.pdf

Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net

Geschrieben von: Peter Schöne

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