Komponist: Franz Schubert (1797-1828) Textdichter: Joseph Kenner (1794-1868)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Holger Berndsen - Piano
Aufnahme: Dienstag, 01. September 2015 - München



Liedtext

heutige Schreibweise

Er fiel den Tod für's Vaterland,
Den süßen der Befreiungsschlacht,
Wir graben ihn mit treuer Hand,
Tief, tief, den schwarzen Ruheschacht.

Da schlaf', zerhauenes Gebein!
Wo Schmerzen einst gewühlt und Lust,
Schlug wild ein tötend Blei hinein
Und brach den Trotz der Heldenbrust.
 
Da schlaf' gestillt, zerriss'nes Herz,
So wunschreich einst, auf Blumen ein,
Die wir im veilchenvollen März
Dir in die kühle Grube streu'n.

Ein Hügel hebt sich über dir,
Den drückt kein Mal von Marmorstein,
Von Rosmarin nur pflanzen wir
Ein Pflänzchen auf dem Hügel ein.

Da sprosst und grünt so traurig schön,
Von deinem treuen Blut gedüngt,
Man sieht zum Grab ein Mädchen geh'n,
Das leise Minnelieder singt.
 
Die kennt das Grab nicht, weiss es nicht,
Wie der sie still und fest geliebt,
Der ihr zum Kranz, den sie sich flicht,
Den Rosmarin zum Brautkranz gibt.

Quelle(n) & alternative Kompositionen: www.lieder.net

Entstehung

komponiert: 24. Juni 1815

Veröffentlichung (angezeigt): 1848

Originaltonart: f

Besonderheiten:

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Ein Manuskript des Liedes liegt in der Österreichischen Nationalbibliothek. Es kann auf schubert-online.at online recherchiert werden.



Geschrieben von: Peter Schöne

Noten

Link zum Manuskript
schubertmanu

Originalversion des Liedes

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Quelle imslp.org o.a.: Grablied.pdf