Komponist: Franz Schubert (1797-1828) Textdichter: Friedrich Rochlitz (1769-1842)

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Interpreten: Peter Schöne - Bariton / Holger Berndsen - Piano
Aufnahme: Montag, 07. September 2015 - München

Liedtext

Meine Ruh' ist dahin,
Meine Freud' ist entflohn,
In dem Säuseln der Lüfte,
In dem Murmeln des Bachs
Hör' ich bebend nur Klageton.

Seinem schmeichelnden Wort,
Und dem Druck seiner Hand,
Seinem heißen Verlangen,
Seinem glühenden Kuß,
Weh' mir, daß ich nicht widerstand!

Wenn ich seh' ihn von fern,
Will ich ihn zu mir ziehn,
Kaum entdeckt mich sein Auge,
Kaum tritt näher er mir,
Möcht' ich gerne ins Grab entfliehn.

  Meine Ruh' ist dahin,
Meine Freud' ist entflohn;
In dem Flüstern der Lüfte,
In dem Rauschen des Bachs,
Hör' ich bebend nur Klageton.

  Seinem schmeichelnden Wort
Und dem Druck seiner Hand,
Seinem heißen Verlangen,
Seinem glühenden Kuß -
Weh mir, daß ich nicht widerstand!

  Wenn ich von fern Ihn seh,
Will ich ihn zu mir ziehn;
Kaum entdeckt mich sein Auge,
Kaum tritt näher er mir,
Möcht' ich gern in mein Grab entfliehn.

  Einmal, ach einmal nur
Möcht' ich ihn glücklich sehn
Hier, am klopfenden Herzen;
An der sehnenden Brust;
Wollte dann lächelnd untergehn! –

Erstdruck 1805

  Meine Ruh ist dahin,
Meine Freud' ist entflohn;
In dem Säuseln der Lüfte,
In dem Murmeln des Bachs,
Hör' ich bebend nur Klageton.

  Seinem schmeichelnden Wort
Und dem Druck seiner Hand,
Seinem heissen Verlangen,
Seinem glühenden Kuss,
Weh' mir, dass ich nicht widerstand!

  Wenn ich von fern ihn seh',
Will ich ihn zu mir zieh'n,
Kaum entdeckt mich sein Auge,
Kaum tritt näher er mir,
Möcht' ich gern in mein Grab entflieh'n.

  Einmal, ach einmal nur
Möcht' ich ihn glücklich seh'n
Hier am klopfenden Herzen;
An der sehnenden Brust:
Wollte dann lächelnd untergeh'n! –

Strophe 1 - Manuskript
S
trophe 2-4 - AGA

Zum Text

Friedrich Rochlitz' Gedicht Sehnsucht wurde von ihm in Glycine von Friedrich Rochlitz, Erster Theil, Züllichau und Freystadt bey Darnmann 1805, auf den Seiten 213f. veröffentlicht.

Digitalisat online

 

Zur Musik

komponiert: 1812

Veröffentlichung (angezeigt): 09. November 1830

Originaltonart: g-Moll

Liedform: Strophenlied

Besonderheiten:

Franz Schubert und Friedrich Rochlitz sind sich 1822 in Wien begegnet. Schubert, der bereits 1812 eine seiner ersten Liederkompositionen auf ein Gedicht von Rochlitz schrieb (Klaglied D 23), verfasste 1827 drei weitere Rochlitz-Lieder.

Alinde D 904
An die Laute D 905
Zur guten Nacht D 903

Zur Veröffentlichung

Zur Quellenlage (Manuskripte etc.) kann man sich im thematischen Verzeichnis von O.E.Deutsch informieren.

Das Manuskript liegt in der Wienbibliothek im Rathaus.

Digitalisat online

Die Erstveröffentlichung besorgte Josef Czerny in Wien als op. 131, VN 342 4.1

Der Mondabend D 141
Trinklied D 148
Klaglied D 23

für eine Singstime mit Begleitung des Pianoforte in Musik gesetzt von Franz Schubert

Wurde irrigerweise von Karl von Schönstein als "Klaglied. Schuberts erstes Lied anno 1812 in seinem 15t Jahre" bezeichnet.

 

Noten

Alte Gesamtausgabe Serie XX, Bd. 01, Nr. 6

Neue Gesamtausgabe IV, Bd. 06

Link zum Manuskript
schubertmanu

Erstdruck

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Originalversion des Liedes

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Quelle(n)

4.1 Österreichische Nationalbibliothek, Digitalisierte Sammlungen, Schubert, F., 1830. (D 141. 148. 23. Op. post. 131.) Der Mondabend Trinklied Klaglied für eine Singstime mit Begleitung des Pianoforte in Musik gesetzt von Franz Schubert. Nachgelassenes Werk. Eigenthum des Verlegers. Eingetragen in das Archiv der vereinigten Musikverleger. No 342. (Gesang, Klavier.) Erstdruck., Wien: Joseph Czerny. Sig. SH.Schubert.452  

 

Deutsch, Otto Erich. Franz Schubert: Thematisches Verzeichnis seiner Werke in chronologischer Folge, Bärenreiter 1967, S.19

Noten-Quelle auf imslp.org o.ä.: Klaglied.pdf

Textquelle und alternative Kompositionen: www.lieder.net

Geschrieben von: Peter Schöne

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